Welt-Asthma-Tag 2021

-Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit GSK-

Es gibt Lebenssituationen, die rauben einem die Luft und die Energie. Wir alle sind etwas coronamüde, wissen aber um die Wichtigkeit der Maßnahmen, die uns und unsere Mitmenschen vor dem Virus schützen. Das Gefühl eingeschränkt zu sein, wird uns täglich von allen Seiten vermittelt, sodass wir es mit der Zeit als gegeben interpretiert haben. Nach etwas mehr als einem Jahr zu Hause ist es aber normal, sich nach Reisen, Partys und Normalität zu sehnen, aber von dieser Sehnsucht muss man sich noch lange nicht unterkriegen lassen. In diesem Beitrag wollen wir euch die Coronakrise aus der Sicht zweier Optimisten zeigen und dadurch vielleicht auch euren Blickwinkel auf das Geschehen verändern.

Nach einem kurzen Schockmoment im März 2020 und Unsicherheiten wie man mit der Situation umgehen soll, haben wir uns relativ schnell wieder gefangen. Wir haben damals viele positive Dinge aus der Krise ziehen können und zum Beispiel die viele Freizeit, wenn auch nur zu Hause, genutzt, um Dinge zu machen, die man schon ewig vor sich hergeschoben hat. Sich eingeschränkt zu fühlen, das haben wir schnell bemerkt, ist eine Frage der Einstellung zum Leben. Als Optimisten haben wir also weiter an Projekten gearbeitet, unsere Kleiderschränke ausgemistet, den lang aufgeschobenen Frühjahrsputz nachgeholt und wie früher stundenlang mit der besten Freundin telefoniert. Wo sonst Stress und Hektik herrschte ist bei uns Ruhe eingekehrt.

Wenn man Zeit zum nachdenken hat, denkt auch der größte Optimist „was wäre wenn..?“. Wie ihr aus vorherigen Blogartikeln schon wisst, hat Carina Asthma. Das hat sie in der Vergangenheit nie eingeschränkt – im Zusammenhang mit Corona kommen hier und da aber natürlich einige Gedanken dazu auf. Es ist mir also eine große Freude, dass wir auch dieses Jahr wieder am Talk zu #AstmaimDialog mit dem Asthmaexperten Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl von der Klinik Hietzing, Betroffenen und Angehörigen von AsthmatikerInnen teilnehmen durften. Auch Prof. Pohl mahnt neben Corona nicht auf PatientInnen mit anderen Lungenkrankheiten zu vergessen.

Asthma ist eine chronische Entzündungserkrankung, die sehr komplex ist und die unterschiedlichsten Verlaufsformen zeigt, so wird vor allem zwischen mildem und schwerem Asthma unterschieden. Nicht bekannt ist vielen die klare Abgrenzung zu COPD, die sich vor allem dadurch zeigt, dass COPD-PatientInnen keine Chance auf eine Wiederherstellung der Lungenfunktion haben, eben ganz im Gegensatz zu AsthmatikerInnen.

Um diesen Umstand wissen jedoch scheinbar die wenigsten PatientInnen und Prof. Pohl misst dem Faktor Zeit eine große Bedeutung bei, denn viele PatientInnen suchen erst spät einen Facharzt/ eine Fachärztin auf, weil sie scheinbar wenig Hoffnung auf Besserung ihrer Erkrankung haben und sich mit den Einschränkungen, die diese mit sich bringt, abfinden. So kommt es, dass viele AsthmatikerInnen, den eigentlich geholfen werden könnte, nicht optimal eingestellt sind. Denn Asthma-PatientInnen müssen laut Prof. Pohl medikamentös so eingestellt sein, dass sie keine Beschwerden im Alltag haben und das gelte auch für PatientInnen mit schwerem Krankheitsverlauf, denn auch diese können durch die Injektionen der Antikörpertherapie, durch die die Entzündung gesteuert wird, Lebensqualität gewinnen. „Asthma kann derzeit nicht geheilt, aber kontrolliert werden!“, so Pohl.

Hat man erst einmal die richtige Diagnose, deren Voraussetzung eine penible Diagnostik ist, ist Asthma also inzwischen auch ohne Schlucken von Cortison gut behandelbar und das gilt sogar für die schwere Krankheitsform. Solche Erfolge können – in bestimmten Fällen – dank einer biologischen Antikörpertherapie erzielt werden, welche sich die PatientInnen inzwischen auch selbst mittels Pen verabreichen können.

Wichtig sind eine gründliche Durchleuchtung der AsthmatikerInnen in Fachzentren, regelmäßige Kontrollen bei LungenfachärztInnen, eine Basistherapie mit inhalativem Cortison, die Therapie mit einem Biologikum und die regelmäßige Überwachung des Erfolgs. All das beschert den PatientInnen eine gute Lebensqualität, fast ohne Beeinträchtigungen, was auch zur Folge hat, dass AsthmatikerInnen kein erhöhtes Risiko hinsichtlich Infektionen, wie Covid-19 haben.

Corona ist so kein Grund für die über 500.000 österreichischen AsthmatikerInnen sich eingeschränkter zu fühlen als Menschen ohne Asthma, da sie kein höheres Risiko haben sich anzustecken und auch eine Korrelation von Asthma und einem schweren Krankheitsverlauf ließ sich bisher nicht feststellen.

Eine große Stütze für AsthmarikerInnen ist die Österreichische Lungenunion. Vorstandsmitglied Gundula Koblmiller, MSc. klärte während des #AsthmaimDialog Talks auf: „Die österreichische Lungenunion hat sich der Aufklärung über die Erkrankungen, dem Empowerment und der Aufklärung von PatientInnen, dem Ermöglichen eines Austauschs der PatientInnen untereinander, dem Organisieren von Selbsthilfegruppen und PatientInnenorganisationen verschrieben, um auch die Bedürfnisse von PatientInnen an FachärztInnen weiterzutragen.“

Für über 500.000 Menschen mit Asthma in Österreich bedeutet Freiheit also frei atmen zu können. Ich bin mir sicher das relativiert unsere coronamüden Gedanken wieder ein wenig, lässt uns durchatmen und stimmt vielleicht sogar einige wieder etwas positiver auch wenn die derzeitige Situation herausfordernd und ermüdend ist. In diesem Sinne: Stay positive, but corona negative!

#AsthmaimDialog2021 #Freiatmen #Atemsichten

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